Regierungsratskandidaten zu Gast an der Hauptversammlung

SP Region Huttwil: Versammlung 11. März 2026 mit Regierungsratskandidaten

Kurz vor den kantonalen Wahlen hat sich die SP-Sektion von Huttwil und Umgebung an der gut besuchten Hauptversammlung getroffen. Dabei waren auch einige Kandidierende für die Grossrats- und Regierungsratswahlen zu Gast, die sich den Fragen aus der Bevölkerung stellten und ihre Sicht auf die kantonale Politik präsentierten.

Der Rückblick von Sektionspräsidentin Sandra Lambroia Groux auf ihr erstes Jahr im Amt zeigte eine ereignisreiche und insgesamt erfreuliche Zeit auf, mit erfolgreichen Wahlen und wichtigen lokalpolitischen Weichenstellungen, die auch über die Partei hinaus akzeptiert sind. Zudem wurde der komplette Vorstand von der Versammlung bestätigt.

„Sind Sie heute besser dran als vor 10 Jahren?“

Den Hauptteil nahmen die anstehenden Berner Wahlen ein. Die bisherige Mobilisierung der SP für die Wahlen ist ansehnlich und wird noch ergiebiger werden. Die Frage, warum man überhaupt wählen gehen sollte, war schnell beantwortet, denn die bürgerliche Regierungsmehrheit der letzten 10 Jahre brachte vor allem Abbaupolitik, die sich exemplarisch an den verlorenen gegangenen Spitalstandorten, am Personalmangel und an weggebrochener Kaufkraft zeigt. Politisch ging kaum etwas voran, das den Interessen derer hilft, die von Lohn oder Rente abhängig sind, die zur Miete wohnen oder eine enkeltaugliche Wirtschafts-, Sicherheits-, Finanz- und Umweltpolitik wollen. Fehlentwicklungen via Referendum zu korrigieren ist aus Sicht der SP nicht die Lösung. Für die nötigen systematischen und langfristigen Lösungen machen sich die Kandidieren der SP Oberaargau und des rot-grünen Bündnisses stark. Darauf legten die Grossrats-Kandidatinnen Samira Martini (bisher) und Lirija Sejdi (neu), ebenso Wert wie Peter Wyss (neu, Eriswil). Letzterer ist zusammen mit Fitim Velijaj (neu, Huttwil) erstmals ein Kandidaten-Duo aus den Reihen der hiesigen Sektion. Die bisherige Vertretung der Subregion Oberaargau Süd im Grossen Rat ist rechtsbürgerlich und damit kaum repräsentativ. Daher freut sich die Sektion, zwei kompetente Kandidaten zu haben, um dieses Ungleichgewicht aufzulösen.

Um auch in der Regierung die nötige Korrektur zu bewirken, ist ein Sitzgewinn der SP zwingend. Reto Müller (Stadtpräsident Langenthal) und Hervé Gullotti (Gemeindepräsident Tramelan), die beide nach Huttwil kamen, treten zur Wahl an, zusammen mit der bisherigen SP-Regierungsrätin Evi Allemann und Aline Trede (Grüne). In dem für die Beteiligten erfreulichen Gespräch liessen die beiden erkennen, dass sie scharf analysieren, gut zuhören und umsetzen können, über eine derart gute politische und Führungserfahrung verfügen, dass sie damit nicht nur konkurrierende neu antretende Kandidierende überflügeln können, sondern auch bisherige. Zusammen wollen sie die Regierungstätigkeit wieder neu an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientieren: Die Bereiche Gesundheit und Soziales sollen vermehrt den Menschen statt dem Profit dienen, der Zugang dazu verbessert werden. Die Krankenkassenprämien dürfen nicht zum Armutsrisiko werden und die Steuergeschenke für Vermögende gehören gestoppt. Zudem ist es wichtig, die Bildung zugänglich und auf die zukünftigen Herausforderungen hin zu gestalten. Die Wirtschaft darf nicht von kurzfristigen Profitinteressen untergraben werden, sondern muss mit den sozialen, ökologischen und technologischen Notwendigkeiten Hand in Hand gehen. Die erneuerbaren Energien bieten sowohl bei der Versorgung wie auch bei den Jobs ein Potenzial, das viel besser ausgeschöpft werden muss als bisher.

Am Tag der Versammlung jährte sich die Katastrophe von Fukushima zum 15. Mal. So eine AKW-Katastrophe darf sich nie mehr wiederholen, auch nicht in der Schweiz. Es steht fest, dass an der Abkehr vom Atomstrom festgehalten und die erneuerbaren Energieträger zum Standard werden müssen.

Diese Zielsetzungen wurden von der Versammlung mit viel Zuspruch entgegen genommen.

Bildbeschreibung:

Kandidatinnen und Kandidaten der SP an der HV in Huttwil

Hervé Gullotti (Kandidat Regierungsrat) , Lirija Sejdi (Kandidatin Grosser Rat, neu), Samira Martini (Kandidatin Grosser Rat, bisher), Reto Müller (Kandidat Regierungsrat und Kandidat Grosser Rat, bisher) Peter Wyss (Kandidat Grosser Rat, neu)

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